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MANGEL AN PV Anlagen

Typische Schäden an Photovoltaikanlagen – Wasserschäden professionell erkennen, bewerten und beheben

💧 Wasserschäden – ein unterschätztes Risiko für PV-Module, Dachkonstruktion und Gebäudehülle
Wassereintritt durch fehlerhafte Montagen zählt zu den häufigsten Schadensbildern bei Photovoltaikanlagen. Besonders bei Dachdurchführungen – etwa durch unsachgemäße Kernbohrungen, falsch gesetzte Dachhaken oder beschädigte Unterspannbahnen – kann Feuchtigkeit unbemerkt in die Dachkonstruktion eindringen.
Die Folgen sind gravierend: Schimmelbildung, Verlust der Dämmwirkung, Korrosion, feuchtebedingte Wärmebrücken und langfristig sogar strukturelle Bauschäden. In stark gedämmten Häusern mit geringer natürlicher Luftzirkulation kann sich Feuchtigkeit besonders hartnäckig und schädlich auswirken.


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Typische Fehlerquellen

⚠️ Typische Ursachen und Fehlerquellen für Wasserschäden an PV-Anlagen

  • ❌      Undichte Kernbohrungen bei wärmegedämmten Gebäuden
    ➜     mangelhafte Abdichtung lässt Wasser durch Dachhaut oder Fassade eindringen

  • ❌      Beschädigte oder falsch verlegte Unterspannbahnen
    ➜     Bohrungen oder scharfe Kanten von Befestigungen reißen die Folie auf

  • ❌      Fehlende Dichtmanschetten an Kabel- und Rohrdurchführungen
    ➜     Regenwasser kann ungehindert zwischen Leitung und Dachdurchgang einsickern

  • ❌      Unsachgemäße Verklebung oder Überlappung der Unterspannbahn
    ➜     besonders an Anschlussstellen droht Wasserstau und Eindringen ins Dämmmaterial

  • ❌      Keine sekundäre Abdichtung an Dachdurchführungen (z. B.      Schrauben, Halterungen)
    ➜     Feuchtigkeit gelangt durch Befestigungspunkte in die Unterkonstruktion

❌ Materialermüdung durch UV-Strahlung, Frost-Tau-Wechsel oder Temperaturschwankungen
➜ Abdichtmaterialien verspröden und verlieren ihre Schutzwirkung.


🔍 Folgen unbehandelter Wasserschäden – Risiken für Haus & Anlage

  • Schimmelpilzbildung      in der Dachdämmung – Gesundheitsrisiko für Bewohner

  • Zerstörung      von Dämmstoffen ➜     massive Energieverluste und Wärmebrücken

  • Korrosion      an Befestigungselementen ➜     Schwächung der Tragfähigkeit

  • Durchfeuchtete      Dachkonstruktionen ➜     Risiko statischer Schwächung und Sanierungsbedarf

  • Versicherungsprobleme      bei verdeckten Baumängeln oder fehlerhafter Ausführung

Korrekte Umsetzung

✅ Best Practices – So werden Wasserschäden sicher vermieden

  • ✔️      Fachgerechte Abdichtung aller Durchführungen mit geprüften      EPDM-Dichtmanschetten und UV-/wetterbeständigen Materialien

  • ✔️      Korrekte Verlegung und Überlappung der Unterspannbahn, insbesondere an      kritischen Zonen wie Durchdringungen oder Kehlen

  • ✔️      Vermeidung mechanischer Beschädigungen der Unterspannbahn durch      Schutzvorkehrungen beim Bohren oder Schrauben

  • ✔️      Regelmäßige Sicht- und Feuchtigkeitskontrollen durch sachkundige Gutachter      – besonders nach der Montage oder bei Verdacht auf Mängel

  • ✔️      Einsatz ausschließlich zugelassener Materialien, z. B.      geprüfte Klebebänder, Dichtstoffe, Durchführungshülsen

  • ✔️      Lückenlose Dokumentation aller Dachdurchführungen und Abdichtmaßnahmen für      spätere Versicherungs- oder Garantieansprüche

Relevante Normen

📏 Relevante Normen und Richtlinien zur Abdichtung & Sicherheit

  • MLAR      – Brandschutz bei Leitungsdurchführungen (besonders bei Dachdurchgängen      wichtig)

  • DIN      18014 – Erdung und Potentialausgleich, relevant bei Dachdurchdringungen

  • DIN      1055 – Anforderungen an Wasserdichtigkeit und Tragfähigkeit von      Dachflächen

  • DIN      4108 – Wärmeschutz und Vermeidung von Wärmebrücken

  • DIN      EN 62446-1 – Inspektion und Wartung von Photovoltaikanlagen

  • VDE      0100-712 – Elektrische Sicherheit von PV-Systemen

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