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MANGEL AN PV Anlagen

Kernbohrungen bei Photovoltaikanlagen – Häufig unterschätzte Schadensquelle

Kernbohrungen sind ein kritischer Teil der Montage von Photovoltaikanlagen, insbesondere bei der Durchführung von Kabeln, Erdungsleitungen oder Befestigungselementen. Gerade bei modernen, wärmegedämmten Gebäuden stellen unsachgemäß ausgeführte Bohrungen jedoch ein erhebliches Risiko dar – mit potenziell hohen Folgekosten durch Wärmeverluste, Feuchteschäden, Schimmel oder Korrosion.
Als erfahrene Gutachter für Photovoltaik, Versicherungsschäden und Baumängel sehen wir immer wieder, dass unsachgemäße Durchführungen durch Dach, Fassade oder Unterspannbahn langfristige Bauschäden verursachen, die erst Monate oder Jahre später erkannt werden.

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Kernbohrungen sind oft unscheinbar – doch sie gehören zu den häufigsten Ursachen für versteckte Schäden an Photovoltaikanlagen. Egal ob bei Neubau, Nachrüstung oder im Bestand: Unsere Gutachten helfen dabei, Mängel aufzudecken und rechtzeitig teure Folgeschäden oder Auseinandersetzungen mit der Versicherung zu vermeiden.

Typische Fehlerquellen

⚠️ Typische Fehlerquellen bei Kernbohrungen für PV-Anlagen

  • ❌      Mangelhafte Abdichtung ➜     Wasser dringt ein, verursacht Materialschäden, Schimmel und Durchfeuchtung

  • ❌      Falsche Durchführung durch Dämmmaterial ➜     führt zu Wärmebrücken, Energieverlust und Tauwasserbildung

  • ❌      Verwendung ungeeigneter Dichtstoffe ➜     nicht UV- oder witterungsbeständig, versagen nach kurzer Zeit

  • ❌      Fehlerhafte Kabeldurchführungen ➜     undichte Stellen an der Dachhaut, Unterspannbahn oder Fassade

  • ❌      Unsachgemäße Bohrtechnik ➜     verursacht Risse, Ausbrüche und unebene Durchgänge, die nicht mehr sauber      abdichtbar sind

  • ❌      Fehlende Dichtmanschetten ➜     häufigste Ursache für Wasserschäden und Wärmeverluste

  • ❌      Unvollständige Dokumentation ➜     im Schadensfall fehlen Belege für Versicherungen oder spätere Reparaturen

👉 Besonders kritisch: Durchbohrungen bei Passivhäusern, Flachdächern oder WDVS-Fassaden (Wärmedämmverbundsysteme) – hier können schon kleine Mängel große energetische und bauliche Auswirkungen haben.

Korrekte Umsetzung

✅ Best Practices – So müssen Kernbohrungen ausgeführt werden

  • Verwendung      geeigneter Dichtmanschetten (z. B. EPDM, Bitumen oder gewebeverstärkte      Folien)

  • Wetter-      und UV-beständige Materialien, z. B. spezielle Dichtstoffe für      PV-Installationen

  • Fachgerechte      Bohrtechnik nach Herstellerangaben – keine Ausbrüche oder Hohlräume

  • Sofortige      Abdichtung der Unterspannbahn mit Spezialklebeband oder Manschetten

  • Kabelschutz      mit Durchführungshülsen oder Rohrsystemen, auch zur Vermeidung von Abrieb

  • Vermeidung      von Wärmebrücken durch exakte Nachdämmung und Abdichtung bei      Fassadendurchbrüchen

  • Lückenlose      Dokumentation und Fotobeweise aller Bohrungen für spätere Prüfungen, z. B.      durch Versicherer oder Bausachverständige

  • Regelmäßige      Sichtkontrollen auf Feuchtigkeit, Risse oder energetische Schwachstellen

Relevante Normen

📏 Wichtige Normen und Richtlinien

  • MLAR      (Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie): Brandschutzanforderungen bei      Durchführungen durch Dächer und Wände

  • DIN      18531 & 18533: Abdichtungsregeln für Dächer und erdberührte Bauteile

  • DIN      18014: Anforderungen an Erdungsanlagen und Potentialausgleich

  • DIN      EN 62446-1: Prüf- und Wartungsvorgaben für PV-Anlagen

  • DGUV      Regel 203-070: Sicherheitsvorgaben bei Arbeiten auf PV-Dächern

  • EnEV      / GEG: Einhaltung energetischer Anforderungen bei Eingriffen in die      Gebäudehülle

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